Friday, November 18, 2005

Und noch ein Eintrag

Dies ist ein Lied, dass mir in letzter Zeit nicht mehr aus dem Kopf geht. Irgendwie ist es ergreifend und geht mir ans Herz und nicht mehr aus dem Kopf.

Geschrieben wurde es 1933 von Johann Esser und Wolfgang Langhoff, die Musik stammt von Rudi Goguel. Das Lied wurde von ihnen während ihrer Gefangenschaft im KZ Börgermoor geschrieben. Ich habe es in Versionen von "Hein und Oss" und "Hannes Wader", es gibt allerdings zahllose Auflagen unter anderem auch von den Schnittern, Welle:Erdball,...

Die Moorsoldaten

1. Wohin auch das Auge blicket,
Moor und Heide nur ringsum.
Vogelsang uns nicht erquicket,
Eichen stehen kahl und krumm.
Refrain:Wir sind die Moorsoldaten,Und ziehen mit dem Spaten,Ins Moor.
2. Hier in dieser öden Heide
Ist das Lager aufgebaut,
Wo wir fern von jeder Freude
Hinter Stacheldraht verstaut.
Refrain:
3. Morgens ziehen die Kolonnen
In das Moor zur Arbeit hin.
Graben bei dem Brand der Sonne,
Doch zur Heimat steht der Sinn.
Refrain:
4. Heimwärts, heimwärts jeder sehnet,
Zu den Eltern, Weib und Kind.
Manche Brust ein Seufzer dehnet,
Weil wir hier gefangen sind.
Refrain:
5. Auf und nieder gehn die Posten,
Keiner, keiner, kann hindurch.
Flucht wird nur das Leben kosten,
Vierfach ist umzäunt die Burg.
Refrain:
6. Doch für uns gibt es kein Klagen,
Ewig kann's nicht Winter sein.
Einmal werden froh wir sagen:
Heimat, du bist wieder mein
Dann ziehn die Moorsoldaten Nicht mehr mit dem SpatenIns Moor!

Ich hab gehört, dass Lied würde sich auch heute noch einiger Beliebtheit erfreuen. Ein Arbeitskollege sagte mir, es würde heute oft auf Demonstrationen gegen Zapfenstreiche und öffentliche Gelöbnisse gesungen.

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